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Gemeinsam durch den harten Winter!

Unser Revier liegt im Westen Tirols und erstreckt auf eine Fläche von über 900ha bis auf eine Höhe von bis zu 2390mÜdM. Hier ist der heurige Winter extrem Schneereich und somit die Futtersuche für die Heimischen Wildarten besonders schwer, weshalb es extrem wichtig ist dem Wild die nötigen ruhigen Rückzugsgebiete zu bieten und die Fütterungen regelmäßig zu bestücken. In Tirol gibt es daher im Winter eine Fütterungspflicht für Reh- und Rotwild, wobei sich aber in solchen Wintern auch immer wieder Gamsen an die Fütterungen wagen.

Leider musste ich bei einem meiner Kontrollgänge Anfang des Jahres in der Nähe der Fütterung eine verendete Gamsgeiß entdecken, den Grund des Todes konnte ich leider nicht feststellen. Was mir aber mehr Sorgen bereitete waren die Hinweise dass die Gams noch ein Kitz führte welches ich aber nicht auffinden konnte. Einige Tage später beim Auswerten der Kamerabilder der Fütterung konnte ich feststellen dass sich dort immer wieder ein einzelnes Kitz aufgehalten hat. Für mich war klar dass es sich hierbei um das Kitz der verendeten Geiß handelte. Dadurch dass es immer alleine war schätzte ich dessen Überlebenschancen als ziemlich gering ein, weshalb ich bei meinen Kontrollgängen besonders nach dem Einzelkämpfer Ausschau hielt! Aber keine Chance, in den nächsten Wochen bekam ich das Kitz nie in Anblick. Noch dazu konnte ich auf den letzten Bildern der Wildkamera nie mehr ein einzelnes Kitz ausmachen, daher gab ich die Hoffnung schon auf und dachte der Winter oder ein Fuchs hätten das Leben des kleinen Kitzes beendet. 

Umso erstaunter war ich als ich bei meinem Reviergang am 8.2.2019 nicht weit von der Fütterung ein Rudel Gams ausmachen konnte. Da wir über den Bestand in unserem Revier ziemlich genau Bescheid wissen erkannte ich das Rudel mit der alten Leitgeiß sofort. Die Anfang des Jahres tot aufgefundene Geiß war Teil dieses Rudels. Kurz kam in mir die Hoffnung auf dass, das Rudel das allein zurückgelassene Kitz nach einigen Tagen doch aufgenommen haben und es eine Geiß angenommen hat. Und tatsächlich nach einiger Zeit Beobachtung konnte ich Wirklich ein Weibliches Stück mit zwei Kitzen ausmachen wovon eines das „Weißenkind“ sein musste da in diesem Rudel vorher keine Geiß zwei Kitz führte. Erstaunt und berührt von dem Zusammenhalt in diesem Gamsrudel schoss ich noch einige Fotos und beendete dann still und heimlich meinen Revierrundgang.

 Immer wieder faszinierend, wie grausam und doch fürsorglich Mutter Natur sein kann.

 

Dies sind die Momente in denen ich ganz besonders froh bin dank der Jagd ein Teil der Natur zu sein! Waidmannsheil euer Dominic!

Autor: Dominic Waldner

Mehr Infos zum Autor finden Sie hier.

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