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Schwein gehabt - Sauenschutz bei Jagdhunden

Sauenschutz ist nicht alles, aber ohne Sauenschutz ist alles nichts

Das Angebot an Sauenschutzwesten wird immer größer und vielfältiger, von separat aufgenähten GPS-Taschen über eigens aufsetzbare Ellenbogen- und Halsschoner bis hin zu eingestickten Telefonnummern kann man mittlerweile alles bestellen. Manche Hersteller setzen auf Para-Aramid-Fasern (z.B. Kevlar, Twaron), andere auf Polyethylen-Fasern wie z.B. Dyneema. Wofür man sich entscheidet ist letztlich Geschmacksache, wichtig ist die Durchschlagsfestigkeit (Achtung: Schnittschutz ist nicht gleich Stichschutz) und die Passform für den Hund zu beachten. Sitzt die Weste zu eng, verringert sich der Schutz, ist sie zu weit so bleibt der Hund schnell im Unterholz hängen. Kritiker argumentieren mit der mangelnden Bewegungsfreiheit des Hundes und dass der Hund mit der Weste sich bewusst schneller in Gefahr begibt als ohne. Diese Argumente lassen sogar Nicht-Hundeführer stutzig werden. Denn jeder Hund gewöhnt sich rasch an das Kleidungsstück, besonders wenn der Jagdtrieb größer ist als die Wahrnehmung des „Störfaktors Weste“. Weiters können unsere vierläufigen Gefährten den Prüfbericht des KWF (Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik) über die Stichfestigkeit wohl kaum lesen, und wissen daher auch nicht, dass sie durch die Weste vor Keilerwaffen sicherer sind als ohne. Viel eher ist zu beachten, dass der vorsichtige und zaghafte Jagdhund in der jagenden Meute rasch mitgerissen wird und plötzlich beherzter an das Schwarzwild herangeht, als man vielleicht denken mag.

 Schutzwesten sind nicht nur bei Drückjagden ein Thema

 Auch wenn man seinen Hund nicht bei Drückjagden einsetzt, ist die Anschaffung einer Sauenschutzweste zu überdenken. Oft kommt es vor, dass der vermeintliche 30 kg schwere Überläufer sich als stattlicher 70 kg Keiler entpuppt und der Schütze den gerufenen Hundeführer mit der geringen Gewichtseinschätzung dazu bewegen möchte, aus einer notwendigen Nachsuche doch noch eine Nachtsuche zu gestalten. Aber auch vor einer möglichen Forkelung durch einen krank geschossenen Hirschen ist der Jagdhund mit Weste besser geschützt. Nicht jede Verletzung ist tödlich, aber eine tiefe Wundtasche kann durchaus zu einem mehrmonatigen Ausfall des Hundes führen. Ob die hohen Kosten für den Heilungsprozess nicht sinnvoller im Vorhinein in eine Weste investiert werden sollten, muss sich jeder Hundeführer selbst überlegen.

Autor: Carina Frank

Tags: Jagdhund, Schutz

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